Melanie Brosowski Autorin

Das „Freilassen“ ist die simpelste Möglichkeit ein Buch auf Reisen zu schicken. Doch die „Ausfallquote“ ist sehr hoch, viele landen im Müll oder Fundbüros. Daher gibt es weitere Arten neben dem „wild release“, hier ein Auszug (Infos übernommen und teilweise gekürzt von www.bookcrossers.de)


Lesen und Freilassen bei BookCrossing.com...

R A B C K: Random Act of BookCrossing Kindness.
In der Regel handelt es sich darum, dass ein Mitglied jemanden ein Buch zukommen lässt, ohne dafür etwas haben zu wollen, wie z.B. ein Tauschobjekt oder die Portokosten.

O B C Z oder O C Z: Offizielle BookCrossing-Zone.
Ein BC-Mitglied kann in einer Kneipe, einem Buchladen oder ähnlichen Lokalitäten - die Zustimmung des Besitzers vorausgesetzt - einen Tisch, ein Regal oder eine Kiste aufstellen, wo BC-Mitglieder Bücher aussuchen und neue hinterlassen können.

BookBox
Eine bestimmte Anzahl Bücher (BOOK) werden in einen Karton (BOX) gepackt. In der Regel sind solche "Boxen" themenorientiert - muss aber nicht sein. Dann werden im Forum (oder sonst wie) die Namen der Interessenten gesammelt, die sich an der BookBox beteiligen wollen (Forum, PM). Sowohl die Anzahl der Bücher in der Box wie auch die Anzahl der Teilnehmer liegen im Ermessen des "Organisators". Dann legt der Organisator eine Reihenfolge fest, kündigt diese allen Teilnehmern an (Forum, PM) und schickt die Box an die Nr. 1 der Liste, um deren Adresse er per PM gebeten hat. Nr. 1 darf sich nun so viele Bücher aus der Kiste nehmen, wie er/sie will, muss allerdings den Bestand wieder mit Büchern (zum Thema der BookBox) auf die gleiche Anzahl aufstocken, die vorher drin war. Dann wird per PM um die Adresse von Nr. 2 gebeten usw., bis der letzte der Liste die Box wieder an den Organisator schickt, der dann hoffentlich neue Bücher in seiner BookBox vorfindet.

BookRing
Ein "BookCrosser", der einen BookRing startet, sucht sich erst einmal ein Buch aus, welches er/sie dafür verwenden möchte; in der Regel wird das ein Buch sein, das ihm/ihr besonders am Herzen liegt. Dann werden im Forum (oder sonst wie) die Namen der Interessenten gesammelt, die an diesen BookRing teilnehmen wollen (Forum, PM). Wie viele es sein sollen, liegt im Ermessen des Organisators (im Gegensatz zum BookRay). Die Reihenfolge wird in der Regel vom Eingang der Anmeldungen bestimmt. Nun wird die Adresse von Nr. 1 der Liste per PM erbeten und das Buch dorthin geschickt. Diese/r liest es, erbittet dann per PM die Adresse von Nr. 2 der Liste und schickt es dorthin, usw. Der Letzte der Liste schickt das Buch wieder zurück an den Besitzer, also an den, der diesen BookRing gestartet hat. BookRoutard
Ein Variante (aus Frankreich) auf den oben genannten BookRing: BookRoutard kann man übersetzen als WanderBuch oder BuchRucksack. Es funktioniert wie ein BookRing/-Ray, außer dass es nicht per Post reisen darf! Es gibt keine feste Teilnehmerliste; der aktuelle Leser entscheidet, wem das Buch als nächstes geben will. Es kann einen BCler in der gleichen Stadt wählen oder ein Flugticket kaufen, um das Buch zu einem entfernten BCler zu schaffen.

BookRay
Ein "BookCrosser", der einen BookRay startet, sucht sich erstmal ein Buch aus, welches er dafür verwenden möchte; in der Regel wird das ein Buch sein, das ihm besonders am Herzen liegt. Dann werden im Forum (oder sonst wie) schon mal Namen von Interessenten gesammelt, die an diesen BookRay teilnehmen wollen (Forum, PM). Anders als beim BookRing ist diese Liste nicht begrenzt. Die Reihenfolge wird in der Regel vom Eingang der Anmeldungen bestimmt. Nun wird die Adresse von Nr. 1 der Liste per PM erbeten und das Buch dorthin geschickt. Dieser wiederum liest es, bittet dann per PM um die Adresse von Nr. 2 der Liste und schickt es dahin, usw. Falls einer dann keine Nachfolger mehr hat, wartet er/sie, bis sich ein weiterer meldet, oder macht andere auf diesen BookRay aufmerksam; ggf. wird aber auch derjenige, der es gestartet hat, Entsprechendes unternehmen.

BookRelay
Die eigentliche Idee dahinter ist, dass man ein Buch den "BookCrossern" anbietet, doch bevor eine/r dieses Buch für sich beanspruchen kann, muss er/sie erst ein anderes Buch anbieten. Zum Beispiel:
1. "BookCrosser"A bietet BuchX an.
2. "BookCrosser"B nimmt BuchX an und bietet BuchY an.
3. "BookCrosser"C nimmt BuchY an und bietet BuchZ an.
Dies kann ins Unendliche gehen. Ein BookRelay endet nur, wenn jemand ein Buch anbietet, das keiner haben will

Jedes Buch, das bei Bookcrossing registriert ist, hat einen Status. Im einzelnen bedeuten sie Folgendes:

TBR = to be read - noch zu lesen 

AVL = available - verfügbar 

PC = permanent collection - dauerhafte Sammlung; wird in der Regel nicht hergegeben

RES = reserved – reserviert

TRAV = traveling - auf Wanderschaft

Jeder der das Buch in den Händen hält (und nur der!), muss dann beim Journal schreiben wiederum einen Status für das Buch definieren. Jedes Buch was releast wird, bekommt automatisch den Status TRAV, also "auf Wanderschaft". Bei der Suche nach Büchern in der BookCrossing-Datenbank kann jeder entsprechend eine der Status angeben, um so das Ergebnis einzuschränken. Das gleiche gilt auch für Bücherregale.