Melanie Brosowski Autorin

Diese Geschichte gewann den 1. Platz beim Kurzgeschichtenwettbewerb der sternenflotte e.V.


Ein leichter Wind kam auf. Die Kühle der Nacht kroch durch seine Kleidung und er wusste, in spätestens einer halben Stunde würde er vor Kälte zittern. Doch statt wieder rein zu gehen, in die behagliche Wärme seines Quartiers, streckte er die Hand gen Himmel aus. Fast hatte er das Gefühl, einen der besonders hell leuchtenden Sterne dort oben berühren zu können. Aber es war nur eine Illusion.

„Die Welt ist hohl und ich habe den Himmel berührt!“ Immer wieder ging ihm dieser Satz durch den Kopf; jeden Abend, wenn er hier stand – wenn ihn irgendetwas hier herauszog, in die Dunkelheit. All diese Sterne waren fern – und doch so nah. Er fühlte sich ihnen verbunden, als würde er sie kennen. Ob dort, unendlich viele Lichtjahre entfernt, ebenfalls Leben existierte? McCoy wusste es nicht. Er kräuselte die Stirn, dann huschte ein Schatten von Trauer über sein Gesicht und er ließ kraftlos seine Hand wieder sinken. Für einen Augenblick glaubte er sich daran zu erinnern, wie er zusammen mit seinen Freunden auf einem Raumschiff durch die Galaxie gereist und fremde Planeten besucht hatte … Aber das war unmöglich, nur das Echo eines unwirklichen Traums.
Seine Hand fuhr zu seinem Kopf, zu der Stelle, an der das Kontrollgerät eingepflanzt war.
„Willst du nicht hereinkommen?“ Natiras Stimme riss ihn aus seinen Gedanken. Liebevoll glitt ihre Hand über seine linke Wange. Ihre einst langen, dunkelbraunen Haare waren von grauen Strähnen durchzogen und dennoch hatte sie in den vergangenen Jahrzehnten nichts von ihrer Schönheit verloren.
In ihre Augen trat ein seltsamer Glanz. Das Orakel hatte dafür gesorgt, dass McCoy sein früheres Leben vergessen hatte – ein geringer Preis für die Heilung seiner eigentlich tödlichen Krankheit und das Privileg, für immer an ihrer Seite auf Yonada bleiben zu dürfen, als Ehemann der Hohepriesterin.
Er war glücklich hier, auf diesem Planeten, der in Wirklichkeit ein Generationenschiff der Fabrini war. Und dennoch, irgendetwas schien ihm zu fehlen. Es war ein unbestimmtes Gefühl, das aber, je älter er wurde, von Tag zu Tag präsenter zu werden schien.
Mit der Rechten hob er zärtlich Natiras Kinn, so dass sie ihm in die Augen sehen konnte; dann beugte er sich zu ihr hinab und küsste sie …

Mit einem leisen Stöhnen schreckte McCoy aus dem Schlaf und schlug die Augen auf. Er fuhr sich fahrig mit der Hand über die Stirn und warf einen Blick auf das Chronometer. 3:12 Uhr Bordzeit. Zum Aufstehen also noch viel zu früh. Seufzend drehte er sich auf die Seite, doch der Schlaf wollte nicht zurückkommen.
„Verdammt!“ Seit Wochen schon hatte er keine Nacht mehr durchgeschlafen. Wirre Träume hatten ihn heimgesucht, nur an die wenigsten hatte er sich allerdings beim Aufwachen erinnern können.
Schließlich stand er auf und war eine halbe Stunde später bereits auf der Krankenstation. Eine Weile beschäftigte er sich mit liegengebliebenen Dingen. Dann aktualisierte er einige Krankenakten und begann letztendlich damit, das Regal mit den Medikamenten aufzuräumen.
„Das haben Sie bereits gestern getan!“ Christine Chapel stand plötzlich hinter ihm. „Und vorgestern ebenfalls.“
„Ich wüsste nicht, was Sie das angeht! Und wenn Sie hier mehr Ordnung halten würden, könnte ich meine Zeit mit wichtigeren Dingen verbringen!“ Noch ehe er das letzte Wort ausgesprochen hatte, wusste er, dass er völlig überreagiert hatte. „Es tut mir leid, Christine, ich …“
Doch die Schwester sah ihn nur an und schüttelte den Kopf. Dann legte sie wortlos einen Datenträger auf seinen Schreibtisch und verließ wieder die Station.

Das Licht war gedämpft und ein leichter Geruch nach Desinfektionsmittel lag im Raum. Oder bildete er ihn sich ein? Er wusste es nicht. Ohnehin gab es nur noch wenige Tage, an denen sein Denken klar war. Vielleicht war das ein Segen, vielleicht wurde das Sterben dadurch leichter.
Vorsichtig drehte er den Kopf zum Fenster, jede Bewegung fiel ihm schwer und verursachte fast unerträgliche Schmerzen, die er nur noch mit hohen Medikamentendosen aushalten konnte.
Am Morgen war Jim da gewesen. Jim, sein alter Freund, und immer noch Captain der Enterprise. Morgen früh würde die Enterprise zu einer neuen Fünf-Jahres-Mission aufbrechen, um neue Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen …
Es war Frühling – sein letzter. Vor mehr als zehn Monaten hatte er selber bei sich die Diagnose Xenopolycytemia gestellt. Sein Todesurteil. Natürlich hatte er sofort den Captain darüber informiert. Jim hatte daraufhin das Oberste Kommando davon unterrichtet und um seine Ablösung ersucht. Sie hatten ihre Mission abgebrochen und waren mit der Enterprise zur nächsten Raumstation geflogen. Kurz darauf war die Krankheit bei ihm voll ausgebrochen.
Er holte tief Luft, doch jeder Atemzug war eine Qual. Plötzlich fuhr ein so starker Schmerz durch seine Brust, dass er aufstöhne. Seine Hände verkrampften sich …

Mit einem entsetzten Schrei fuhr McCoy aus dem Bett. Schweiß stand auf seiner Stirn, er war vollkommen durchgeschwitzt und hatte furchtbaren Durst.
Als er unter der Dusche stand fragte er sich zum wiederholten Male, was diese Träume zu bedeuten hatten. Aber auch während er sich anzog und anschließend Richtung Offiziersmesse ging, fand er keine Antwort.
„Vielleicht sollten Sie über Urlaub nachdenken!“ Chapel waren die tiefen Schatten unter seinen Augen nicht entgangen. Sie machte sich Sorgen – und sie sprach es aus.
Unwirsch tat der Arzt ihre Besorgnis mit einer Geste ab. Aber an diesem Tag ließ sich Christine nicht so einfach von ihm abwimmeln, auch wenn er sich mal wieder hinter seinem Schreibtisch verschanzt hatte und so tat, als würde er in Arbeit untergehen. „Ich möchte, dass Sie sich ein paar Tage frei nehmen, Doktor.“ Ihrer Stimme war noch immer ihre Fürsorge anzumerken – doch nunmehr klang auch eine gewisse Schärfe darin, die McCoy so bei ihr noch nie gehört hatte, nicht einmal im Umgang mit widerspenstigen Patienten. „Oder ich werde mit Captain Kirk reden!“
„Worüber?“ Zorn funkelte in seinen Augen.
„Über die Fehler, die Ihnen seit einigen Tagen passieren!“
Er wurde um eine Spur blasser, hatte er doch gehofft, dass sie ihr nicht aufgefallen waren. Zugegeben, es waren Kleinigkeiten gewesen, eine verschüttete Säure, ein verlegtes Instrument ... Doch was war, wenn ihm bei einem Patienten ein Fehler unterlief?
„Was ist los, Doktor?“
„Nichts!“ Er schüttelte den Kopf.
„Ich …“
„Es reicht jetzt, Schwester! Ich verbitte es mir, dass Sie sich in meine Angelegenheiten mischen!“
„Es tut mir leid, Leonard, ich wollte dir nur helfen!“ Sie wandte den Blick ab und ging.
Hatte er sich gerade verhört oder hatte sie ihn bei seinem Vornamen genannt?
Kaum dass sich die Türen hinter ihr geschlossen hatten, begannen sich fürchterliche Kopfschmerzen auszubreiten. Aus einer Schublade kramte er einige Tabletten hervor und spülte sie mit einem ordentlichen Schluck Bourbon herunter. Er hatte sie nicht anschreien wollen – tatsächlich war ihm viel mehr danach gewesen, sich alles von der Seele zu reden.
„Ach, verdammt!“ Erneut setzte er die Flasche an und es dauerte nicht lange, bis er sie geleert hatte. Wie durch einen Nebel kam ihm zu Bewusstsein, dass er so nicht arbeiten konnte. Mit einem Röhrchen Tabletten in der Hand verließ er die Krankenstation. Er brauchte unbedingt ein paar Stunden Schlaf und Chapel würde ihn schon wecken, wenn es einen Notfall gab.

Nancy Crater. Er wusste noch, wie er sie zum ersten Mal getroffen hatte, auf der Sternenflottenakademie.
Sie streckte die Hand nach ihm aus, um ihn zu berühren und nichts hätte er lieber getan, als sie in seine Arme zu schließen.
„Nancy!“ Kirks Stimme, herausfordernd, provozierend. „Komm und hol dir das Salz!“
McCoy stand zwischen ihnen, zwischen seinem Captain und seiner Liebe.
Er hatte Kirk angeschrien, ihn darum gebeten aufzuhören. Und Nancy, Nancy hatte sich hinter ihm versteckt, schutzsuchend, ängstlich.
Dann war es zu einem Handgemenge gekommen; jetzt lag Jim zu seinen Füßen und rührte sich nicht mehr.
Der Schiffsarzt kniete sich nieder und tastete nach einem Puls. Doch Crater, oder besser das Wesen, das ihre Form angenommen hatte, hatte seinem Körper sämtliches Salz entzogen und ihn somit getötet.
Langsam stand er wieder auf. Genau in diesem Moment öffneten sich die Türen und Spock, den Kirk davor postiert hatte, kam herein. Er erfasste die Situation mit einem Blick und griff nach seinem auf töten gestellten Phaser. McCoy überlegte nicht lange. Dieses Wesen war nicht Nancy Crater, aber es hatte dennoch ein Recht zu leben, auch wenn es den Captain dieses Schiffes umgebracht hatte.
„Nein!“
Die Energieladung prallte gegen seine Brust und löste eine Welle des Schmerzes aus …

Es war bereits kurz vor Mitternacht, als Schwester Chapel die Krankenstation verließ. Mehrmals hatte Kirk nach McCoy verlangt und jedes Mal hatte sie ihn verleugnet.
Sie wusste nicht, was mit ihm los war – aber so ging es nicht weiter. Zum Captain zu gehen war nur eine Drohung gewesen, ein letzter Versuch, ihn aus der Reserve zu locken.
Chapel war so in Gedanken versunken, dass sie erst realisierte wo sie war, als sie vor McCoys Quartier stand. Was sie hier wollte, war ihr genauso rätselhaft, wie der Weg, der sie hierher geführt hatte.
Schließlich betätigte sie den Türsummer. Doch in dem Quartier blieb es still. Gerade als sie wieder gehen wollte, beschlich sie ein ungutes Gefühl. Schließlich öffnete sie die Tür manuell.
Der Geruch nach Schweiß und Alkohol und noch etwas anderem lag in der Luft. „Doktor McCoy?“ Keine Antwort. Sie schaltete das Licht ein – und erstarrte mitten in der Drehung.
McCoy lag auf dem Boden in einer Lache von Erbrochenem, neben ihm ein leeres Medikamentenröhrchen und eine umgekippte Flasche Bourbon.
„Oh mein Gott!“

Als McCoy dieses Mal aufwachte brauchte er eine ganze Weile, um zu begreifen wo er sich befand. Er konnte sich daran erinnern, mit wahnsinnigen Kopfschmerzen in sein Bett gegangen zu sein – aber nicht, sich auf eine der Behandlungsliegen hingelegt zu haben. Nichtsdestotrotz befand er sich jetzt auf einer solchen, dazu noch mit einem ekelhaftem Geschmack im Mund und einem dröhnenden Schädel.
„Wie fühlen Sie sich?“ Eine kühle Hand legte sich auf seine Stirn und für einen kurzen Moment schloss er die Augen – dann wurde ihm schlagartig wieder bewusst, dass er eigentlich hier der Bordarzt war. Er versuchte sich aufzusetzen, doch eine Welle der Übelkeit überkam ihn, so dass er sich wieder zurücklegte und erst einmal schluckte.
„Hier!“ Chapel reichte ihm ein Glas und half ihm beim Trinken.
„Danke!“ Langsam kehrte die Erinnerung zurück. Er hatte einige Schlaftabletten genommen. Zusammen mit dem Alkohol und seines derzeitigen Gesundheitszustandes … Nun, er konnte sich vorstellen, was passiert war.
„Wie bin ich hierher gekommen?“
Sie stellte das Glas zur Seite und warf einen kritischen Blick auf die Anzeigen des Überwachungsgerätes. Wäre sie auch nur wenige Minuten später gekommen, wäre er vermutlich erstickt.
„Ich werde Ihnen ein paar frische Sachen holen!“
„Christine!“ Gröber als beabsichtigt packte er ihr Handgelenk. „Warum weichen Sie meiner Frage aus?“
„Spock hat Sie gefunden und hergebracht!“
„Spock?“ Ungläubig starrte er sie an. Spock hatte ihn noch nie in seinem Quartier besucht. „Das glaube ich Ihnen nicht.“
„Also gut! Ich habe Sie gefunden. Und dann habe ich Spock gerufen, ich hätte Sie ja schließlich kaum allein herschaffen können!“
„Und warum haben Sie nicht dem Captain Bescheid gesagt?“
„Ich glaube, Captain Kirk hat Wichtigeres zu tun, als sich die Jammerei seines betrunkenen Schiffsarztes anzuhören!“
Als sie spürte, wie ihr Tränen in die Augen traten, drehte sie sich um und rannte hinaus, wobei sie fast mit dem Ersten Offizier zusammengestoßen wäre. Verwirrt starrte er ihr hinterher.
„Ich hoffe, es geht Ihnen besser!“ Der Vulkanier legte die Hände auf den Rücken und zog die rechte Augenbraue hoch.
McCoy setzte sich auf. „Oh, ja, vielen Dank!“
„Schwester Chapel sagte mir, dass Sie sich bereits seit dem Morgen unwohl gefühlt hätten. Ich hoffe, dass wir es nicht wieder mit einer Tarkaleanische Grippe zu tun haben! Das letzte Mal waren Sie ebenfalls der Erste, der sich damit infizierte und zusammenbrach. Wie Sie wissen, sind Vulkanier immun gegen diese Krankheit und ich empfinde es nicht als erstrebenswert, erneut das einzig gesunde Besatzungsmitglied auf diesem Schiff zu sein!“
Überrascht schüttelte McCoy den Kopf. Offensichtlich wusste Spock also nicht, was passiert war. Wie auch immer Christine das angestellt haben mochte …

Edith Keeler.
Sie hatte ihm das Leben gerettet, als er sich versehentlich eine hohe Dosis Cordrazin gespritzt und unter Wahnvorstellungen leidend durch den „Wächter der Ewigkeit“ in die Vergangenheit geraten war.
Edith.
Ihre kühlen Hände auf seiner fiebrigen Stirn …
McCoy stand am Fenster seines Zimmers in ihrer Straßenmission und starrte hinaus in die Nacht, hinunter auf die Straße.
Vor wenigen Minuten war sie gegangen, sie wollte sich zusammen mit einem Freund einen Clark Gable Film ansehen.
Plötzlich traute McCoy seinen Augen nicht. War das nicht Kirk, der da unten Hand in Hand mit ihr ging?
Hastig stellte er die Tasse auf den Tisch und rannte die Treppe herunter.
Dann überschlugen sich die Ereignisse.
Spock und Kirk kamen auf ihn zu.
Edith wollte die Straße überqueren, als sich ein Lastwagen näherte.
„Nein!“
McCoy riss sie zur Seite und einen Augenblick später spürte er einen dumpfen Schmerz. Durch die Wucht des Aufpralls wurde er zurück auf den Gehweg geschleuderte, wo er, stark aus einer Wunde am Kopf blutend, liegen blieb.
„Oh, mein Gott, Pille, was hast du getan?“, flüsterte Kirk fassungslos und kniete sich neben ihm nieder.
„Ihr das Leben gerettet!“, wollte er antworten, doch die Schmerzen waren so groß, dass nur ein Stöhnen über seine Lippen kam.
Der Captain sah seinen Ersten Offizier mit einem besorgten Blick an.
Der Vulkanier seufzte. „Jetzt wird Edith Keeler durch die Gründung ihrer Friedensmission den Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg verhindern. Deutschland wird den Krieg gewinnen und es wird niemals eine Föderation geben. Die Zukunft, unsere Gegenwart, unsere Realität, wird niemals existieren …“
Spocks Stimme wurde immer leiser, bis sie schließlich gänzlich verstummte. Alles verschwamm vor McCoy Augen, tauchte ein in einen undurchdringlichen Nebel …

Als Christine Chapel zurückkam brachte sie ihm etwas zu essen mit.
„Es tut mir leid!“ Seine Worte ließen sie mitten in der Bewegung verharren.
Einen Moment schien es, als würde sie etwas erwidern wollen. Doch letztendlich deutete sie nur auf das Tablett. „Sie müssen wieder zu Kräften kommen, Doktor. Ihre Patienten brauchen Sie!“
„Und was ist mit Ihnen?“ Die Frage kam über seine Lippen, ehe er darüber nachdenken konnte. „Christine, ich bin Ihnen sehr dankbar für das, was Sie getan haben!“ Er stand auf und fasste sie an den Schultern. Es war das erste Mal, dass er ihr so nahe war. Er begann ihr von seinen Träumen zu erzählen und auf einmal wusste er wieder, wann sie begonnen hatten: nach ihrem Aufenthalt auf Exo III. Dort hatte Christine ihren verschollenen Verlobten Dr. Roger Korby gefunden – oder besser gesagt dessen Dublikat. Der wahre Korby war längst tot. McCoy hatte Chapel daraufhin angeboten, sie für einige Zeit vom Dienst zu befreien, doch sie hatte abgelehnt. Aus dem Verhältnis zwischen Arzt und Schwester war danach eine Freundschaft entstanden aber McCoy hatte nicht gewagt weiterzugehen. Was würde geschehen, wenn sie seine Gefühle nicht erwiderte? Falls doch, konnte es gut gehen, Tag und Nacht miteinander zu verbringen, sowohl den Arbeitsplatz als auch das Quartier miteinander zu teilen?
Plötzlich überkam ihm die Erkenntnis wie eine Flutwelle. „Du hast all die Jahre kein Wort gesagt!“, brachte er schließlich hervor.
„Nein. Wie konnte ich auch? Ich habe immer geglaubt, dass Roger noch lebt. Und mit ihm war ich verlobt!“
„Ich …“ Verlegen starrte McCoy auf seine Stiefelspitzen. „Ich …“ Zärtlich strich er ihr über die Wange. Es fühlte sich richtig an.
„Weißt du, was Spock einmal gesagt hat? Man hat immer eine Wahl. Auch wenn es nur die Alternative ist, etwas zu tun oder nicht.“ Mittlerweile stand sie dicht vor ihm. „Es bringt nichts, sich über ein was wäre wenn Gedanken zu machen. Wichtig ist nur der Schritt, den du gehst.“ Sie lächelte.
„Ja!“ Er beugte sich herab und küsste sie – und er war sich ziemlich sicher, dass die Träume nicht wiederkehren würden.