Melanie Brosowski Autorin

Rezensionen

Ein "Toter", der einen Planeten regiert

"Captain Perrys Planet"

Das Internet ist etwas Wunderbares. Man kann Neues entdecken und auf fast Vergessenes stoßen, so auch auf die "Terra"-Reihe aus dem Pabel Verlag.

Die "Terra-'Star Trek'"-Reihe umfasst folgende elf in sich abgeschlossene Romane:

1. "Der falsche Prophet" von Charles A. Spano & Theodore R. Cogswell
2. "Die Enterprise im Orbit" von J. A. Lawrence & James Blish
3. "Mission auf Arachnae" von Kathleen Sky
4. "Welt ohne Sterne" von Joe Haldeman
5. "Duell der Mächtigen" von Joe Haldeman
6. "Das private Universum" von Stephen Goldwin
7. "Der Preis der Unsterblichkeit" von Myrna Culbreath & Sandra Marshak
8. "Der Fluch des Phönix" von Myrna Culbreath & Sandra Marshak
9. "Der galaktische Mahlstrom" von David Gerrold
10. "Captain Perrys Planet" von Jack Carroll Haldeman
11. "Im Kern der Galaxis" von Gordon Eklund

An dieser Stelle lesen Sie eine Kritik zu Band 10.
 


Deutscher Titel "Captain Perrys Planet"

Originaltitel "Perry's Planet"

Autor Jack C. Haldemann II

Verlag Pabel-Moewig-Verlag

Reihe Terra Science Fiction 366

Erscheinungsjahr 1980

Buchrücken
Nach einem Gefecht mit den Klingonen, den alten Gegnern der Völker des Sternenbunds, muss Captain Kirk mit der beschädigten Enterprise eine diplomatische Mission übernehmen, die keinen Aufschub duldet. Das Ziel des Sternenkreuzers ist eine äußerst merkwürdige Welt mit ebenso merkwürdigen Bewohnern − und mit einem Regenten, der eigentlich seit vielen Jahrzehnten tot sein müsste.

Inhalt
Sternzeit 6827.3

Die Enterprise soll ein Ärzteteam zum Planeten Waycross bringen und anschließend das Schiff auf der Starbase 6 überholen lassen. Doch ein Schaden zwingt sie, sich in die Umlaufbahn eines toten Planeten zu begeben, wo sie von den Klingonen angegriffen werden. Der Captain des Klingonenschiffes ist Korol, der Bruder Khalls, den Kirk vor Jahren in einem Kampf Mann gegen Mann getötet hatte. Korol schwört, dass Kirk dafür bezahlen wird. Kurz darauf explodiert auf der Enterprise ein Sprengsatz und ein Mitglied des Ärzteteams, Kelly Davis, wird verletzt.

Dann erhält Kirk von Vizekommodore Larry Propp den Auftrag, statt zu Starbase 6 zu fliegen den Planeten Perry anzusteuern. Die Bewohner jenes Planeten, Nachkommen von irdischen Siedlern unter der Führung des Philanthropen Wayne Perry, hatten nämlich mit der Föderation Kontakt aufgenommen, um über einen eventuellen Beitritt zu sprechen.

Auf Perry muss Kirk jedoch feststellen, dass das auf den ersten Blick paradiesische Leben doch gar nicht so schön ist, wie es zuerst erschien. Zwar gibt es keine Gewalttätigkeit auf Perry, dafür einen Virus, der die Menschen zusammenbrechen lässt, sobald sie Anzeichen von Gewalt zeigen. Und auch der Wayne Perry, der ihnen vorgestellt wird, ist nicht das, was er vorgibt zu sein. Weder ist er über 300 Jahre alt − noch ist er überhaupt ein Mensch. Vielmehr begrüßt sie ein hochentwickeltes Hologramm. Doch der echte Perry ist noch am Leben und ist unwissentlich dabei, die Zivilisation des Planeten zu vernichten ...

Kritik
Mit seinen 160 Seiten ist dieses Buch nicht wirklich dick. Die Story ist mäßig interessant, und wie in fast jeder Geschichte darf auch in dieser Kirk seiner Leidenschaft für Frauen nachkommen. Lediglich der Schluss erscheint mir etwas albern − aber lesen Sie selber und schwelgen Sie dabei ein wenig in längst vergangenen "Star Trek"-Zeiten ...

Erschienen in der Incoming Message 95/September 2010