Melanie Brosowski Autorin

logo_bookcrossing_150Im Jahr 2000 lernte ich auf der Expo Trek in Hannover nicht nur meinen jetzigen Mann kennen, sondern auch einen ziemlich spleenigen Typen namens Alex.

Er fiel mir auf, weil er ausgerechnet auf einer „Star Trek“-Convention in Cowboy-Klamotten rumlief. Erst schüttelte ich nur verständnislos und erstaunt den Kopf, dann schmunzelte ich und schließlich kamen wir ins Gespräch.

Über die Jahre hinweg telefonierten wir häufig, schrieben Mails und besuchten uns. Als Alex anfing mich mit kostenlosen Science Fiction und „Star Trek“- Büchern zu überhäufen leckte ich Blut. Bei meinem “Verbrauch“ war das genau das Richtige um einige hundert Euro im Jahr zu sparen. Also fing ich an, mich mit dem Prinzip von „BookCrossing“ vertraut zu machen.

Was um alles in der Welt ist eigentlich "BookCrossing"? Um es kurz zu fassen: Das „Freilassen“ von Büchern, um dann die Reise zu verfolgen.

Wie „BookCrossing“ funktioniert: Auf http://www.bookcrossing.com/ kann man sich kostenlos anmelden. Dafür gibt man seine E-Mail-Adresse und ein frei wählbares Passwort an. Zudem wählt man noch einen Screennamen, mit dem man auf der Website gesehen werden will. Die E-Mail-Adresse wird niemals irgendwo angezeigt! Man braucht also keine Angst vor irgendwelchen Spam-Mails zu haben.

Nachdem das erledigt ist kann man loslegen. Bücher, die man aus irgendwelchen Gründen nicht weiter „beherbergen“ möchte registriert man. Man gibt die ISBN ein, oder schreibt, falls diese nicht vorhanden ist, Titel und Autor in die dafür vorgesehenen Felder. Dann klickt man die passende Kategorie dazu an, z.B. Krimi, bewertet das Buch kurz auf einer Skala von 1 bis 10 oder kreuzt halt an, dass man es nicht gelesen hat, schreibt noch einen kurzen Kommentar, klickt auf „register book“ und bekommt dann eine einmalige BCID. Diese schreibt man einfach per Hand in das Buch oder man druckt sich Labels, die eine kurze Info über BC enthalten, klebt diese in oder auf das Buch und notiert dort die BCID.

Nun kann man diverse Dinge mit diesem Buch tun. Der eigentlich „Sinn“ wäre es, das gute Stück einfach irgendwo liegen zu lassen. Mit Glück findet es ein Mensch, der es nicht gleich in den nächsten Altpapiercontainer wirft, sondern die BC-Infos liest und auf der „BookCrossing“-Seite mit Hilfe der BCID einen Eintrag hinterlässt und das Buch dann wieder „auswildert“. Bekommt ein Buch einen neuen „Journal Eintrag“, gehen automatisch E-Mails an alle, die ebenfalls einen Eintrag für dieses Buch geschrieben haben. So wissen diese Leute, wo das Buch gerade ist und wie es dem Leser gefallen hat.